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Unser Gesprächspartner
Bailer Mitarbeiterbefragung
KLAUS BAILER 
Direktor Personalservice und Bildung
ThyssenKrupp Steel AG
 
Das Segment Steel des ThyssenKrupp Konzerns konzentriert sich auf Herstellung und Vertrieb hochwertiger Flachprodukte aus Qualitätsstahl sowie die Erbringung von produktbezogenen Dienstleistungen. Das Segment ist nach dem Stammhauskonzept organisiert und wird von der ThyssenKrupp Steel AG geführt, die zugleich auch größtes operatives Einzelunternehmen ist. Die kunden- und prozessorientierten Divisionen bilden gemeinsam mit den ihnen zugeordneten Tochtergesellschaften die Business Units Steelmaking, Industry, Auto und Processing.
 

Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit


Interview mit Klaus Bailer, Direktor Personalservice und Bildung, ThyssenKrupp Steel AG


Sie führen in Ihrem Unternehmen alle zwei Jahre eine Mitarbeiterbefragung durch. Was sind bisher die Meilensteine in den Befragungsergebnissen gewesen?

Aus den Ergebnissen der bisher insgesamt drei Befragungen sind sehr viele unterschiedliche Maßnahmen und Verbesserungen entstanden. Insgesamt sind seit der ersten Befragung fast 2.000 Maßnahmen von den einzelnen Berichtseinheiten durchgeführt worden. Sie betrafen viele spezielle Handlungsfelder vor Ort in den Bereichen. Erwähnenswert sind vor allem übergreifende Maßnahmen, die für das gesamte Unternehmen eingeführt worden sind. Insbesondere haben wir unsere regelmäßigen Team- und Schichtgespräche ausgeweitet, um das in der Befragung geäußerte Informationsbedürfnis der Mitarbeiter zu befriedigen. Eine weitere übergeordnete Maßnahme war die Einführung eines Bonussystems für den Tarifbereich, um die Leistungsorientierung im Unternehmen zu stärken.

Wie werden aus diesen Ergebnissen Handlungsfelder bzw. Aktionen für Verbesserungen im Unternehmen abgeleitet?

Das ressortübergreifende Projektteam wertet die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung auf Ebene des Gesamtunternehmens aus. Daraus werden dann die Themen bestimmt, die dezentral, also von den Fachabteilungen, bearbeitet werden sollen. Die einzelnen Berichtseinheiten erarbeiten anhand ihrer spezifischen Ergebnisse eigene Maßnahmen, um die spezielle Situation in der jeweiligen Berichtseinheit direkt zu verbessern. Es kommt dabei aber nicht auf die Anzahl der durchgeführten Maßnahmen an, sondern vor allem auf die Qualität und die konsequente Umsetzung der einmal geplanten Aktionen.

Wie gestalten Sie den Follow-up-Prozess nach einer Mitarbeiterbefragung?

Alle Mitarbeiter werden nach der Auswertung der Befragung über die Ergebnisse z.B. durch Aushänge und Folien für Mitarbeiterinformationen informiert. Ein Überblick über die Ergebnisse wird zudem in der Mitarbeiterzeitung veröffentlicht. Darüber hinaus werden ressortspezifische Präsentationen durchgeführt. Die Erarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen wird über eine zentrale Datenbank verfolgt. Der Vorstand und die Führungskräfte werden regelmäßig über den Stand der Maßnahmengenerierung und -umsetzung informiert.

Wie stellen Sie sicher, dass das Verbesserungspotenzial aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung tatsächlich ausgeschöpft wird?

Alle Führungskräfte sind als Prozesstreiber dazu angehalten, aktiv den Prozess der Maßnahmengenerierung voranzutreiben. Der Erfolg der umgesetzten Maßnahmen wird dann mit der nächsten Befragung überprüft.

Wie lautet Ihr persönliches Fazit zum Erfolg der Mitarbeiterbefragungen in Ihrem Unternehmen?

Die bisher drei Mitarbeiterbefragungen haben in unserem Unternehmen Verbesserungspotenziale aufgedeckt und zu vielen Veränderungen geführt. Ich denke, auch für die Zukunft ist es wichtig zu wissen, was die Mitarbeiter im Unternehmen bewegt, welche Probleme sie sehen und welche Lösungen sie erarbeiten. Mit diesen Informationen ist es möglich, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.