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Länderporträts
Internationale Mitarbeiterbefragung

Arbeitszufriedenheit und Führungsstile im internationalen Vergleich


Im Rahmen einer überbetrieblichen internationalen Mitarbeiterbefragung hat das geva-institut 11.000 Berufstätige aus 25 Ländern zu verschiedenen Merkmalen ihrer Arbeitszufriedenheit sowie zum bevorzugten Führungsstil befragt. 

In unseren Länderporträts stellen wir Ihnen regelmäßig Auszüge aus den Befragungsergebnissen zu den Themen Arbeitszufriedenheit und Führungsstil in einem bestimmten Land vor.

Aktuelles Länderporträt: Tschechien / Bulgarien

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Pressemeldungen

Weltweite Studie: Was Mitarbeiter an ihren Chefs lieben

Münchner geva-institut fragt Mitarbeiter in 25 Ländern nach Managerqualitäten

München (pts/07.07.2009/15:51) - Unter einem guten Chef wird in jedem Land etwas anderes verstanden. Eine internationale Mitarbeiterbefragung des Münchner geva-instituts zeigt länderspezifische Unterschiede in der Erwartungshaltung der Mitarbeiter gegenüber ihrem Vorgesetzten.

In Spanien und Frankreich ist ein eher autoritärer Führungsstil von Vorteil. Denn hier erwarten Mitarbeiter von ihrem Vorgesetzten genau gesagt zu bekommen, was sie zu tun haben. In Entscheidungsprozessen nach ihrer Meinung gefragt zu werden, ist für sie nur wenig motivierend und wird dem Chef eher als Führungsschwäche ausgelegt. Vor diesem Hintergrund erscheint es selbstverständlich, dass viele französische und spanische Unternehmen auf einer starken Hierarchisierung basieren, die allgemein akzeptiert ist. Im Gegensatz zu den Angestellten in vielen anderen Ländern Europas empfindet nur etwa jeder fünfte Franzose und jeder vierte Spanier Hierarchien als Einschränkung.

Ganz anders wird Führung in Schweden definiert. Hier pflegen Vorgesetzte ein partnerschaftliches Verhältnis zu ihren Mitarbeitern: Denn nur jeder Sechste möchte von seinem Chef stets genaue Anweisungen erhalten, was er tun soll. Stattdessen werden teamorientierte Führungskräfte bevorzugt, die lediglich grobe Handlungsrichtlinien vorgeben und für Gleichbehandlung, Solidarität und ein gutes Betriebsklima sorgen.

Mitarbeiterführung in...

... den USA
Soft Skills haben bei den US-Amerikanern einen hohen Stellenwert: Mehr als 80 Prozent der befragten Angestellten heißen es für gut, wenn ihr Vorgesetzter auf seine Intuition vertraut. Auch Weitsicht gehört für die Erwerbstätigen in den USA zu den grundlegenden Führungsqualitäten: Drei von vier Befragten geben an, dass Führungskräfte zukunftsorientiert handeln sollten und nicht nur kurzfristige Unternehmensziele ins Auge fassen dürfen.

... Osteuropa
In Polen spielt die persönliche Ebene bei der Führung von Mitarbeitern eine bedeutende Rolle: 90 Prozent der Befragten geben an, dass die Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten für ihre Arbeitszufriedenheit mitentscheidend ist. Somit überrascht es kaum, dass nur jeder Zweite der Aussage zustimmt, für einen Chef solle die Leistung eines Mitarbeiters eine größere Rolle spielen als die persönliche Beziehung zu ihm.

Tschechen und Bulgaren wissen vor allem ein souveränes Verhalten ihrer Vorgesetzten zu schätzen. Die Souveränität, das eigene Führungsverhalten über eine anonyme Mitarbeiterbefragung bewerten zu lassen, trauen in beiden Ländern aber nur wenige Angestellte - 25 Prozent der Bulgaren und 32 Prozent der Tschechen - ihren Vorgesetzten zu.

... Asien
In vielen asiatischen Ländern streben die Mitarbeiter vor allem nach Harmonie, die unter anderem durch die Unterordnung gegenüber dem Vorgesetzten gewahrt wird. Angestellte aus Japan, Taiwan und Südkorea sehen sich im internationalen Vergleich daher am wenigsten in der Lage, ihren Vorgesetzten auch einmal zu kritisieren, wenn sie unterschiedlicher Auffassung sind. Die chinesischen Befragten finden zudem, dass Vorgesetzte vor allem nach Konsens streben sollten.

Und was wünschen sich die Deutschen?
80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer erwarten von ihren Chefs Entschlusskraft und Durchsetzungsfähigkeit. Ähnlich wie die Schweden arbeiten auch sie gerne selbstverantwortlich. Dementsprechend sagen drei von vier Befragten, dass eine Führungskraft ihren Mitarbeitern einen ausreichenden Entscheidungs- und Handlungsspielraum gewähren sollte. Allerdings dürfen deutsche Chefs ruhig noch mehr loben: Nur die Hälfte der Deutschen hat das Gefühl, dass ihre Arbeitsleistung ausreichend geschätzt wird.

 

Studie zu Arbeitszufriedenheit und Führungsstilen weltweit - Benchmarking für internationale Mitarbeiterbefragungen


Die Antwort auf die Frage, was Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zufrieden stellt, kann in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ausfallen. Neben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen insbesondere kulturelle Faktoren und gesellschaftliche Wertvorstellungen Einfluss darauf, wie Menschen ihr Arbeitsumfeld, die Führung im Unternehmen und ihre beruflichen Entwicklungschancen wahrnehmen und bewerten.

Im Rahmen einer internationalen überbetrieblichen Mitarbeiterbefragung hat das geva-institut in 2007 Berufstätige in 25 Ländern zu ihrer grundsätzlichen Arbeitseinstellung und zu rund 30 Faktoren der Arbeitszufriedenheit befragt. Darüber hinaus wurden Aspekte der Unternehmenskultur und des Führungsverständnisses im internationalen Vergleich untersucht sowie Fragen zu übergreifenden Themen wie internationale Mobilität, Karrierechancen und -erwartungen, Fehlzeiten und Umgang mit drohendem Arbeitsplatzverlust gestellt. Mit diesen vielfältigen Daten hat das geva-institut nicht nur signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern herausgearbeitet, sondern ermöglicht seinen Kunden bei internationalen Mitarbeiterbefragungen auch ein aussagekräftiges Benchmarking.

Internationale Mitarbeiterbefragung geva-institut
Internationale Mitarbeiterbefragung mit dem geva-institut

Teilnehmer der internationalen Mitarbeiterbefragung


Aus einem rund sechs Millionen Personen umfassenden internationalen Panel wurden nach einem vorgegebenen Suchprofil mit den Variablen Qualifikation/Position, Branche, Geschlecht und Alter 130.202 berufstätige Personen aus den 25 Zielländern Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Niederlande, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Südkorea, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ungarn und den USA ausgewählt. Die vorselektierte Personengruppe wurde eingeladen, an der internationalen Mitarbeiterbefragung teilzunehmen.

Um die Apriori-Quotierung gemäß vorliegender Panel-Strukturdaten zu validieren, wurden alle Personen, die bereit waren, an der Befragung teilzunehmen, einer vorgeschalteten Screening-Befragung unterzogen. Für die Befragung wurden schließlich n=11.027 Personen zugelassen. Die übrigen Kandidaten mussten abgelehnt werden, um die Sample-Kriterien bzw. den Quotenplan optimal zu erfüllen. Etwa 70 Prozent der Teilnehmer haben schließlich die Mitarbeiterbefragung erfolgreich abgeschlossen. Die größte Bereitschaft zur vollständigen Befragungsteilnahme gab es in Japan, Russland und Deutschland (80 bis 85 Prozent), die geringste in China, Indien und der Türkei (48 bis 57 Prozent). Trotz erwartungskonformer Inzidenzraten wurde durch eine vorausschauende Stichprobenplanung sichergestellt, dass in allen 25 Ländern gleich viele abgeschlossene Interviews generiert werden konnten.