Benchmarking: Vergleichsdaten für die Befragungsergebnisse
Für die Interpretation der Befragungsergebnisse im eigenen Unternehmen benötigt man einen geeigneten Bezugsrahmen. Das externe Benchmarking mit einem "virtuellen" Unternehmen zeigt auf, wo man derzeit steht.
Auf den ersten Blick erscheint es Unternehmen sinnvoll, sich mit anderen Firmen der gleichen Branche zu vergleichen. Aber die Einschätzungen der Mitarbeiter hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes hängen kaum von der Branche ab, sondern vielmehr von ihren Wertvorstellungen, soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Berufserfahrung sowie von tätigkeitsbezogenen Kriterien wie berufliche Aufgabe, Position und Unternehmenszugehörigkeit.

Das Benchmarking hilft, die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung richtig einzuordnen.
Funktionsbezogenes Benchmarking
Das geva-institut stellt daher seinen Kunden zur Bewertung der eigenen Mitarbeiterbefragung ein funktionsbezogenes Benchmarking zur Verfügung. Weil es keine zwei Unternehmen mit identischer Organisations- und Mitarbeiterstruktur gibt, wurde ein besonderes Verfahren entwickelt. Grundlage ist eine umfangreiche Vergleichsdatenbank mit über 200.000 Datensätzen. Aus dieser wird zu jedem Mitarbeiter eine oder mehrere Personen mit übereinstimmenden soziographischen Merkmalen ausgewählt. Schritt für Schritt wird so ein "virtuelles" Unternehmen geschaffen, dessen Mitarbeiterstruktur genau der des betrachteten Unternehmens entspricht. Mit einem statistischen Verfahren wird dann untersucht, ob die Unterschiede zwischen den Befragungsergebnissen und dem externen Benchmark statistisch signifikant sind. Dieser Vergleich zeigt wie kein anderer, wo die Stärken des eigenen Unternehmens liegen und wo Schwächen angegangen werden müssen.
Internes Benchmarking
Bei einem internen Benchmarking können die Befragungsergebnisse der Standorte, Abteilungen und Bereiche mit den Gesamtergebnissen, den Resultaten aus der Zentrale oder untereinander beliebig verglichen werden. Daraus lassen sich vor allem Erkenntnisse über relative Stärken und Entwicklungspotenziale innerhalb des Unternehmens ablesen. Ab der zweiten Mitarbeiterbefragung gewinnt das interne Benchmark deutlich an Aussagekraft, da nun auch Veränderungen miteinander verglichen werden können. Diese Wiederholungs-Benchmarks dienen dazu, über die Zeit die Veränderungen zwischen den Befragungen aufzuzeigen.
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