"Die Krise schaffen wir" - Fortsetzung
Wie ist das Ergebnis zum Befragungsthema Arbeitsplatzsicherheit in Zeiten der Krise ausgefallen?
Die Arbeitsplatzsicherheit spielte natürlich eine große Rolle. Aber wenn man Zukunftsthemen in Zeiten der Krise behandelt, dann behandelt man die Zukunft. Und das schafft bereits eine positive Stimmung. Das gilt für das Thema Arbeitsplatzsicherheit genauso wie für Qualifizierung und Führungskultur. In der Krise über die Zukunft zu reden, das schafft Optimismus.
Wie sehen Sie die nachfolgende Arbeit mit den Ergebnissen der Befragung?
Die Bearbeitung der Ergebnisse steht jetzt auf der Agenda. Wir meinen es Ernst, denn die Mitarbeiterbefragung soll keine Sommermode gewesen sein. Jetzt folgt die systematische Ableitung von Veränderungsmaßnahmen und die Maßnahmenplanung mit Beratung und Unterstützung für die Führungskräfte der einzelnen Abteilungen.
Welchen Stellenwert hat die Mitarbeiterbefragung für die Geschäftsführung jetzt und in Zukunft?
Die Mitarbeiterbefragung ist ein langfristig angelegtes Projekt mit hoher Priorität. Es wird regelmäßige Revisio geben, um die Fortschritte der Bearbeitung unserer Themen zu messen. Und alle Mitarbeiter wissen, dass es in zwei Jahren die nächste Mitarbeiterbefragung gibt. Das ist entscheidend, um die Ernsthaftigkeit zu dokumentieren.
Aus Ihrer bisherigen Erfahrung betrachtet: Kann eine Mitarbeiterbefragung generell dazu beitragen, ein Unternehmen sicher durch eine Krise zu führen?
Die Mitarbeiterbefragung ist natürlich kein Krisenbewältigungsinstrument, das wäre zu kurzfristig gedacht. Aber aus meiner Sicht kann eine Mitarbeiterbefragung dazu beitragen, dass bei starken krisenhaften Entwicklungen in einem Unternehmen über die Zukunft nachgedacht wird, anstatt in eine allgemeine Depression zu verfallen. Uns hat sie jedenfalls dabei geholfen, in der Mannschaft eine Stimmung zu halten, die heißt: "Die Krise schaffen wir und da rudern wir gemeinsam durch."